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Anwendungen zur Stromerzeugung

Time: Jul 10 2026 Views: 2

EINLEITUNG

 

Kraftwerksanlagen erzeugen als Nebenprodukt der Verbrennungsprozesse große Mengen an Hochtemperatur-Rauchgas.

 

Dieses Rauchgas enthält erhebliche rückgewinnbare thermische Energie, die üblicherweise über Schornsteine abgeleitet wird und damit zu Energieverlusten führt.

 

Wärmerückgewinnungsanlagen sind konstruiert, um diese Abwärme einzufangen und in nutzbare Energie umzuwandeln für:

 

Vorwärmung des Kesselspeisewassers

Fernwärmesysteme

Erzeugung von Prozessdampf

Hilfsheizung der Anlage

 

 

TYPISCHE BEDINGUNGEN DES RAUCHGASES

 

Abgasmerkmale von Kraftwerken

 

Rauchgas aus Kraftwerken zeichnet sich typischerweise durch folgende Eigenschaften aus:

 

Temperaturbereich: 120°C 350°C

Hoher Feuchtigkeitsgehalt

Vorhandensein von Schwefelverbindungen (SO/ SO)

Risiko der Säuetaupunktkorrosion

Große und kontinuierliche Volumenströme

 

Diese Bedingungen machen die Wärmerückgewinnung sowohl sehr wirtschaftlich als auch technisch anspruchsvoll.

 

 

WICHTIGE CHANCE IM KRAFTWERKSBETRIEB

 

Abwärme als rückgewinnbare Energie

 

Ein erheblicher Anteil der Brennstoffenergie geht über das Abgas verloren.

 

Ohne Wärmerückgewinnungsanlagen:

 

Wird thermische Energie an die Atmosphäre abgegeben

Sinkt der Gesamtwirkungsgrad der Anlage

Bleibt der Brennstoffverbrauch unnötig hoch

 

Durch den Einsatz von Wärmerückgewinnungsanlagen kann diese Abwärme innerhalb des Anlagenkreislaufs wiederverwendet werden.

 

 

ANWENDUNGSBEREICHE DER WÄRMERÜCKGEWINNUNG

 

Einsatzbereiche der rückgewonnenen Energie

 

1. Vorwärmung des Kesselspeisewassers

 

Die rückgewonnene Wärme dient dazu, die Temperatur des Speisewassers vor Eintritt in das Kesselsystem zu erhöhen.

 

 

2. Fernwärmesysteme

 

Die Wärme wird an externe Heiznetze für Wohn- oder Industriebedarf übertragen.

 

 

3. Unterstützung von Prozessheizungen

 

Die rückgewonnene Energie versorgt thermische Hilfsprozesse innerhalb der Anlage.

 

 

4. Luftvorwärmung

 

Verbrennungsluft wird vorgewärmt, um den gesamten Verbrennungswirkungsgrad zu verbessern.

 

 

TECHNISCHE HERAUSFORDERUNG

 

Abwägung von Wirkungsgrad und Korrosionsrisiko

 

Bei Kraftwerksanlagen erfordert die Erhöhung des Wärmerückgewinnungsgrads eine Absenkung der Rauchgastemperatur.

 

Doch hierbei gilt:

 

Niedrigere Temperaturen verstärken die Säurekondensation

Kondensation führt zu Säuetaupunktkorrosion

Korrosion verkürzt die Lebensdauer der Ausrüstung

 

Daraus ergibt sich eine grundlegende konstruktive Einschränkung:

 

> Höherer Wirkungsgrad gegen höheres Korrosionsrisiko

 

 

TECHNISCHE ANFORDERUNGEN

 

Anforderungen von Kraftwerken an Wärmerückgewinnungsanlagen

 

Für einen zuverlässigen Betrieb im Kraftwerksumfeld müssen die Anlagen folgende Eigenschaften aufweisen:

 

Korrosionsbeständigkeit unter Säuetaupunktbedingungen

Stabiler Langzeitbetrieb bei dauernder Last

Konstruktion mit geringem Druckabfall für große Gasvolumina

Hoher thermischer Wirkungsgrad zur Energierückgewinnung

Langfristige Leistungsfähigkeit mit minimalen Stillstandszeiten

 

 

TECHNISCHE LÖSUNG

 

Fluorkunststoff-Stahl-Wärmerückgewinnungsanlagen

 

Fortschrittliche Verbund-Wärmerückgewinnungsanlagen sind konstruiert, um diese Herausforderungen zu meistern.

 

Fluorkunststoffschicht

 

Schützt vor saurer Kondensation

Verhindert Korrosion an den Wärmeübertragungsflächen

Reduziert Verschmutzung und Verkalkung

 

 

Stahl-Tragkern

 

* Sorgt für mechanische Stabilität

* Hält hohen Strömungs- und Druckverhältnissen stand

* Gewährleistet dauernde strukturelle Stabilität

 

 

Kombinierte Leistungsmerkmale

 

Diese Konstruktion ermöglicht:

 

> Eine tiefe Wärmerückgewinnung unter korrosiven Rauchgasbedingungen bei dauernder Zuverlässigkeit.

 

 

VORTEILE DES SYSTEMS

 

Gründe für den Einsatz von Wärmerückgewinnungsanlagen in Kraftwerken

 

1. Erhöhter Anlagenwirkungsgrad

 

Mehr Energie aus dem eingesetzten Brennstoff wird zurückgewonnen.

 

 

2. Reduzierter Brennstoffverbrauch

 

Die rückgewonnene Wärme senkt den zusätzlichen Brennstoffbedarf.

 

 

3. Geringere Emissionen

 

Ein verbesserter Wirkungsgrad mindert die Ausstoßmengen von COund Schadstoffen.

 

 

4. Stabiler Langzeitbetrieb

 

Die korrosionsbeständige Konstruktion erhöht die Zuverlässigkeit des Systems.

 

 

5. Bessere Wirtschaftlichkeit über den Lebenszyklus

 

Niedrigere Betriebskosten und verbesserte Energienutzung.

 

 

WICHTIGE ERKENNTNIS

 

Wirkungsgradsteigerungen werden durch Korrosion begrenzt

 

Bei Kraftwerksanlagen ist der Hauptbegrenzungsfaktor für eine tiefere Wärmerückgewinnung nicht die verfügbare thermische Energie, sondern die Materialhaltbarkeit unter sauren Bedingungen.

 

Korrosionsschutztechnik ermöglicht einen Betrieb bei niedrigeren Temperaturen und eine höhere Energierückgewinnung.

 

 

ZUSAMMENFASSUNG

 

Kraftwerksanwendungen zählen zu den wichtigsten Einsatzbereichen industrieller Wärmerückgewinnungsanlagen.

 

Durch die Kombination korrosionsbeständiger Materialien mit einer optimierten Systemkonstruktion lassen sich folgende Ziele erreichen:

 

Erhöhung der Energienutzung

Verbesserung des Anlagenwirkungsgrads

Senkung des Brennstoffverbrauchs

Erhöhung der langfristigen Zuverlässigkeit

 

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